Västerås ist die Hauptstadt des Läns Västmanland. Hier leben ca. 134 000 Einwohner. Obwohl es eine Universitäts- und Bischofsstadt mit einer schönen Altstadt (kyrkbacken) ist, hat Västerås doch teilweise einen schlechten Ruf im Land was wohl an der Tatsache liegt, dass es als Industriestadt gilt. Dennoch ist die Stadt sehr grün und hat als 6. grösste Stadt Schwedens viel zu bieten. Weitere Informationen über die Stadt (auf schwedisch) findet man auf der Homepage der Kommune: http://www.vasteras.se/omvasteras/Sidor/omvasteras.aspx
EU-Bürger haben seit 2006 mehr oder minder automatisch ein Aufenthaltsrecht (uppehållsrätt), wenn sie dem schwedischen Staat nicht auf der Tasche liegen. Als Bedingung hierfür werden vom migrationsverket (Einwanderungsbehörde) ein gültiger Arbeitsvertrag in Schweden, eine Familienanknüpfung nach Schweden oder genug Kapital genannt. Der uppehållstillstånd, also die Aufenthaltsgenehmigung ist seit 2006 nicht mehr notwendig.
Um nachzuweisen, dass die Kriterien für das Aufenthaltsrecht erfüllt sind, muss innerhalb der ersten drei Monate (in denen man auch ohne im Land sein darf) eine Anmeldung beim migrationsverket erfolgen.
Das Formular für die Registrierung kann man hier runterladen, ausfüllen und an das migrationsverket schicken. Teilweise geht wohl auch eine Onlineanmeldung. Mit der Anmeldung und der Bestätigung des Aufenthaltsrechtes lebt man nun ganz offiziell in Schweden und kann eine Personennummer beantragen.
Das migrationsverket hat einen FAQ auf englisch herausgebracht um die häufigsten Fragen zu beantworten. Ihr findet ihn hier.
migrationsverket
601 70 Norrköping
Tel 0771-235 235
Fax 011-10 81 55
http://www.migrationsverket.se
migrationsverket@migrationsverket.se
Was ist eine Personennummer?
Um im schwedischen System aufgenommen zu werden braucht man eine Personennummer. Fast alle Fomulare, die auszufüllen sind, enhalten ein Feld für diese Nummer. Ein Bankkonto oder einen Telefonanschluss bekommt man nur schwerlich ohne. Ebenfalls bei der Anmeldung für den Fernseher oder den Strom braucht man diese Nummer. Aber nicht nur da, sondern auch wenn man einfach nur ein Buch oder eine DVD ausleihen möchte, ist die Nummer von Nöten. Ein Päckchen bei der Post abholen oder in der Apotheke ein Rezept? Du ahnst es vielleicht schon - nur mit der PN. Die PN ist eindeutig einem bestimmten Menschen zugewiesen. Sie besteht aus dem Geburtsdatum und weiteren vier Ziffern.
Die PN hat Vor- und Nachteile. Durch die PN ist jeder Schwede (und jeder Einwanderer mit PN) eindeutig erkennbar. Eine Verknüpfung von Daten leichter. Datenschutz hat hier eine eher nebensächliche Rolle, so scheint es jedenfalls.
Vorteilhaft ist sicherlich, dass durch die PN und die übermittlung der Daten von Bank zu Finanzamt, die Steuererklärung nur wenige Minuten dauert und gar per sms möglich ist. Nachteilich, aus Sicht vieler Deutscher ist die Tatsache, dass es ohne weiteres möglich ist, das Einkommen oder andere persönliche Daten von anderen Menschen zu erfahren.
Wie man sich dreht und wendet, es geht kaum ohne die Personennummer. Um diese zu bekommen, muss man sich beim Finanzamt (skatteverket) in das Volksbuch eintragen lassen (folkbokföring). Hierzu muss ein Aufenthalt von mehr als einem Jahr beabsichtigt sein. Studenten die nur ein Semester hier studieren, bekommen eine provisorische Nummer die der echten PN ähnelt aber nicht hundertprozentig die gleichen Möglichkeiten bietet. Die PN bleibt, wenn sie erst einmal einer Person zugewiesen wurde, für das ganze Leben erhalten. Sie wird auch dann nicht ungültig wenn man aus Schweden wegzieht. Dann muss man sie bei einem erneuten Umzug nach Schweden lediglich wieder aktivieren lassen.
Wie geht das nun? Wo bekomme ich die Nummer?
Sobald die Registrierung beim migrationsverket erfolgt ist und die Bestätigung für das Aufenthaltsrecht da ist, kann man damit zum Skatteverket gehen und sich folkbok führen lassen. Das geht beim erstmaligen beantragen der PN nur persönlich. Spätere Umzüge können online registriert werden. Die Personennummer kommt einige Wochen nach der Registrierung per Post. Wichtig ist noch der Hinweis, dass es möglich ist einen Übersetzer für den Besuch beim skatteverket zu beantragen. Dies muss einfach telefonisch bei der Terminvereinbahrung angegeben werden. Dies gilt übrigens für fast alle Ämterbesuche in Schweden.
Die ID-Kkort
Da man hier für fast alles eine Personennachweis mit der PN braucht, hat sich bei den Schweden der Führerschein mehr oder minder als Ausweis durchgesetzt. Als Eingewanderte hat man in der Regel aber einen Führerschein ohne PN und daher ein Problem. Auch auf dem deutschen Personalausweis steht keine entsprechende Nummer und der Mensch auf der Post oder in der Apotheke wird den Ausweis vermutlich suchend in alle Richtungen drehen, auf der Suche nach der PN!
Aus diesem Grund wird immer wieder die Anschaffung einer ID-Kort empfohlen. Mittlerweile funktioniert das Leben in vielen Teilen Schwedens auch ohne, der Ausweis aus Deutschland oder der Pass wird vermehrt akzeptiert. Aber trotzdem könnte es angenehm sein eine solche Karte zu besitzen, wenn man nicht sofort durch das Ausweisdokument als Ausländer auffallen möchte oder die PN nicht immer aufsagen will.
Diese Karte bekommt man bei der Post oder der Bank. Am Besten ist es wenn man gleich einen Zeugen (möglichst Schwede oder jemand mit gültiger ID-kort) mitnimmt, da vermutlich der Pass nicht ausreicht um zu bestätigen, dass man auch die ist für die man sich ausgibt.
Wo wohnen? Die Frage stellt sich gleich am Anfang.
Man kann direkt verschiedene Makler kontaktieren und darauf hoffen, dass sie etwas im Angebot haben. In Schweden ist es üblich, dass der Verkäufer oder Vermieter einer Wohnung den Makler bezahlt. Das bedeutet, dass man als Käufer keine Angst vor Maklergebühren haben muss.
Leider ist dies trotzdem nicht der Beste und sicherste Weg an eine Bleibe heranzukommen. Viele Makler antworten erst gar nicht oder erst nach vielen Monaten.
In Schweden ist es üblich, dass der Verkäufer das Haus über einen Makler anbietet. Der Makler macht Besichtigungstermine aus, am Liebsten natürlich öffentliche, das heisst, alle kommen gleichzeitig.
Man muss also zu so einer Visning und das Haus begutachten. Hinterher kann man beim Makler das Interesse bekunden und gleich einen Preis bieten.
Gute Seiten um solche Häuser, die auf dem Markt sind zu finden, sind:
Vor der Arbeit steht die Arbeitsplatzsuche. Eine wichtige Seite im Internet bei der Arbeitssuche ist das schwedische Arbeitsamt.
Dort kann man unter platsbanken seinen Beruf angeben und den gewünschten Wohnort.